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Berggorilla FAQ´s Teil 1


Interessantes und Wissenswertes

Wie nah sind Gorillas mit uns verwandt?
Wie groß und schwer werden Gorillas?
Wie alt werden Gorillas?
Wie stark sind Gorillas?
Wie klug sind Gorillas?

Wie nah sind Gorillas mit uns verwandt?

Früher stellte man den Menschen in eine eigene Familie und die großen
Menschenaffen in eine andere. Begründet wurde diese Einteilung mit der Sonderentwicklung des Menschen, die vor allem auf der Spezialisierung des Gehirns und der Fortbewegungsweise beruht. Heute sehen die meisten Spezialisten dies als überholt an. Nach ihren Forschungsergebnissen sind die Schimpansen am nächsten mit den Menschen verwandt, dann kommen die Gorillas und die Orang-Utans sind nur entfernt mit all diesen Arten entfernt.
Das Erbmaterial von Menschenaffen und Menschen stimmt in großen Teilen überein. Besonders gering sind die Unterschiede bei der Kern-DNS. Untersuchte Gene unterscheiden sich zwischen Mensch und Schimpanse nur zu rund 1,2%, zwischen Mensch und Gorilla zu 1,6% und zwischen Gorilla und Schimpanse zu 1,8%. Vom Orang-Utan unterscheiden sich die afrikanischen Menschenaffen und der Mensch dagegen in rund 3,1% des analysierten Erbmaterials. Bei der mitochondrialen DNS, die sich wesentlich schneller verändert, stellten Genetiker 8,8% Unterschied zwischen Mensch und Schimpanse fest, 10,3% Unterschied zwischen Mensch und Gorilla, 10,6% zwischen Schimpanse und Gorilla und 16-17% Unterschied zum Orang-Utan.

Orang-Utan Gorilla Schimpanse Bonobo Mbake Sivha, Gorillaforscherin

Verwandtschaftsbeziehungen der Menschenaffen und des Menschen:
Orang-Utan, Gorilla, Schimpanse, Bonobo, Mensch Fotos: Jörg Hess (3), Ellen Krebs, Angela Meder

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Wie groß und schwer?


Gorillamänner können sich zu einer Größe von durchschnittlich 1,70 m aufrichten. Westliche Gorillas sind mit einem Mittelwert von weniger als 1,70 m die kleinste und Grauergorillas mit gut 1,75 m die größte Unterart. Berggorillas haben im Mittel 2,25 m Armspannweite und 1,50 m Brustumfang.
Silberrückenmänner wiegen bei Westlichen Gorillas meist 140-160 kg, bei Berggorillas 150-160 kg und bei Grauergorillas 160-180 kg. Gorillas, die mehr als 200 kg wiegen, sind im Freiland eine Seltenheit.
Bei weiblichen Tieren liegt das Gewicht in der Regel zwischen 70 und 110 kg; sie sind also etwa halb so schwer wie männliche Gorillas.

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Wie alt werden Gorillas?


Mit 35 Jahren oder mehr zeigen Gorillas deutliche Alterserscheinungen. Betagte Berggorillas erkranken oft an Arthritis, die vor allem die Hand- und Fußknochen schädigt, und leiden unter Zahnverlust als Folge von Parodontitis. Sie brauchen zum Fressen und Wandern länger als die übrigen Gruppenmitglieder. Diese richten jedoch ihre Aktivitäten nach den schwächeren Tieren und sehen häufig nach ihnen, ebenso wie sie es bei Kranken tun. Erst wenn der Tod bevorsteht, werden dir Alten manchmal zurückgelassen oder ziehen sich selbst zurück. Über das Höchstalter freilebender Gorillas ist noch nichts Genaues bekannt, da die Tiere erst seit 1967 beobachtet werden. Man vermutet, dass sie 60 Jahre alt werden können und im Mittel ein Alter von 40-45 Jahren erreichen. Der älteste Gorilla, der in einem Zoo lebte, starb etwa 53-jährig in Philadelphia.

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Wie stark sind Gorillas?


Bisher wurde nicht genau untersucht, wie stark Gorillas im Vergleich zu Menschen sind; Vergleiche lassen sich nur schwer herstellen. So wird manchmal behauptet, ein Silberrückenmann sei 27-mal so stark wie ein Menschenmann, andere sagen, er sei 10-mal so stark. Beweisen können sie es aber nicht. Vermutlich sieht ein Gorillamann weit kräftiger aus als er tatsächlich ist, denn er hat nicht sehr viel mehr Muskelmasse als ein Mensch.
Dennoch lassen sich Gorillas sehr schwer bändigen, wenn sie aggressiv oder in Panik sind. Selbst einen 4-jährigen Gorilla, der noch längst nicht ausgewachsen ist, kann ein einzelner Mensch kaum halten.

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Wie klug sind Gorillas?

Von allen Primaten besitzt der Mensch mit durchschnittlich 1250 g bei weitem das schwerste Gehirn; an 2. Stelle steht mit rund 500 g der Gorilla. Die Gehirngröße allein gibt aber keinen zuverlässigen Hinweis auf die geistigen Fähigkeiten der Tiere. Wenn man das Verhältnis von Gehirn- und Körpergewicht betrachtet, rangiert der Gorilla an letzter Stelle bei den Menschenaffen und Menschen.
Im Vergleich zu Schimpansen sind Gorillas ruhig, zurückhaltend und duldsam, weniger anpassungsfähig und neugierig und zeigen weniger Drang zur Nachahmung. Die beiden Menschenaffen haben völlig verschiedene Charaktere - daher kann man auch ihre Intelligenz nicht so einfach vergleichen.
Ob Gorillas sich ihrer eigenen Identität bewusst sind, ist umstritten. Bereits mehrfach präsentierten Wissenschaftler den Tieren einen Spiegel und beobachteten ihre Reaktion. Die Ergebnisse waren widersprüchlich; bei manchen Experimenten sollen sich die Tiere selbst erkannt haben, bei anderen wird dies bestritten.
Verhaltensforscher untersuchen die geistigen Leistungen von Tieren eher an ihren natürlichen Verhaltensweisen. Jede Menschenaffenart hat eine spezielle Intelligenz, die sich in Anpassung an ihre Umwelt entwickelte.

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Quelle: Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e. V.

 

 

 
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