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Berggorillas 

fuessehaendeAlle heute lebenden Menschenaffenarten leben in den Tropen der Alten Welt - der Orang-Utan in Asien, die Schimpansen und der Gorilla in Afrika. In Afrika besiedeln Flachlandgorillas die Tiefebenen, während die viel selteneren Berggorillas die Regenwälder in den Virunga-Bergen im Grenzgebiet von Uganda, Ruanda und dem Kongo zur Heimat haben. Schimpansen sind zwar genetisch noch näher verwandt mit dem Menschen, aber Berggorillas ähneln uns Menschen in vielerlei Hinsicht weit stärker. So sind z.B. ihre Extremitäten den unseren sehr ähnlich. Berggorillas verbringen aufgrund Ihrer Körpermasse sehr viel mehr Zeit am Erdboden als diie anderen Menschenaffen, daher sind ihre Füße viel besser zum Laufen am Urwaldboden geeignet als zum Klettern in den Baumwipfeln. 

 

 


Verbreitung der Berggorillas

Es gibt verschiedene Unterarten von Gorillas: 
Die "westliche Gorillapopulation", bestehend aus Flachlandgorillas sowie Cross-River-Gorillas und die "östliche Gorilla-Population", bestehend aus Grauen Gorillas und eben dem Bwindi-Virunga-Berggorilla. Beide Verbreitungsgebiete sind heute nahezu 900 km voneinander entfernt. Dies kam wahrscheinlich dadurch zustande, dass ein großes intaktes Regenwaldgebiet durch die Klimaveränderungen während der letzten Eiszeit auseinanderbrach und der Regenwald auf weit kleinere Flächen als zuvor zurückgedrängt wurde. Die Savanne, die sich zwischen den beiden Gorilla-Populationen ausbreitete, war nicht der richtige Lebensraum für die Gorillas. Nach der Eiszeit - als sich der tropische Regenwald wieder ausbreitete - konnten die Gorillas nur noch bis zu den Flüssen Kongo und Ubangi vordringen.  

Die Westliche und Östliche Gorilla-Populationen sind somit schon seit Jahrtausenden voneinander getrennt und sie haben sich völlig unabhängig voneinander entwickelt. Beide Populationen unterscheiden sich sowohl genetisch als auch im Äußeren recht deutlich. 

Im Westen (Gabun, Kamerun und Republik Kongo) leben vermutlich noch rund 150.000 Flachlandgorillas, im Osten (Uganda, Ruanda und DR Kongo) leben noch rund 5.000 Graue Gorillas sowie etwa 880 Berggorillas. Somit zählen die Berggorillas zu den seltensten Tierarten der Erde. Grund genug sich dem Schutz dieser wunderbaren Geschöpfe zu widmen. Die Berggorilla & Regenwald Direkthilfe widmet sich dem Schutz schon seit Jahren.

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Heimat

gorillas8Alle Gorillaunterarten leben im tropischen Regenwald so wie alle anderen Menschenaffenarten auch. Allein die Schimpansen bilden dabei eine Ausnahme: Sie kommen auch in der Savanne vor. Die Berggorillas streifen in Ihrem jeweiligen Revier umher und ziehen von einem Futterplatz zum nächsten. Die Berggorillas ernähren sich nahezu ausschließlich vegetarisch. Sie fressen  mit Vorliebe Blätter, Wurzeln und Bambusschösslinge. Damit Sie diese Pflanzenmasse gut zerkauen können, haben sie sehr kräftige Kaumuskulatur. Die Zähne der Berggorillas ähneln sehr stark denen der Menschen. Einzig die adulten Berggorilla-Männchen wie der Silberrücken haben sehr lange, gefährlich spitze Eckzähne. Diese werden aber nicht zum Fressen benutzt, sondern sie werden im Kampf gegen konkurrierende Artgenossen eingesetzt.

Eine Uganda Reise zu den Berggorillas ist immer auch irgendwie wie ein Bildungsurlaub. Sie lernen die Sanften Riesen, die schon die Primatenforscherin Dian Fossey zeit ihres Lebens fasziniert haben, hautnah kennen. Und wer den Berggorillas einmal persönlich begegnet ist, für den ist dieses Erlebnis häufig so beeindruckend, daß es zu den schönsten Reiseerlebnissen des ganzen Lebens gehören.