Bedrohung der Berggorillas

In ihrem natürlichen Lebensraum sind die Berggorillas durch viele sehr unterschiedliche Gründe bedroht, z.B.

-    Bushmeat - Jagd auf Berggorillas für den Kochtopf

-    Verletzungen durch Wildererschlingen, die für andere Tiere bestimmt sind, 

-    Zerstörung des Lebensraumes durch Abholzen zur Schaffung von Ackerflächen, 

-    Waldvernichtung durch Feuer zur Produktion von Holzkohle,

-    Bürgerkrieg im Verbreitungsgebiet der Berggorillas im Osten der D.R.Kongo

-    Stress durch zu dichte Annäherung beim Gorilla-Trekking, 

-    Krankheiten, die durch die Touristen eingeschleppt werden, 

-    Jagd als Reaktion auf die Vernichtung der Ernte, 


Schutzmaßnahmen

schildUm die Berggorillas langfristig vorm Aussterben zu bewahren, wurden mehrere Schutzgebiete eingerichtet.Im Bwindi Nationalpark in Uganda z.B. arbeiten zahlreiche Wildhüter (Ranger), die von der Uganda Wildlife Authority (UWA) angestellt sind. Diese führen die Touristen beim Gorilla-Trekking zu den einzelnen habituierten (an den Menschen gewöhnten) Gorilla-Gruppen und überwachen die Einhaltung der strengen Verhaltens-Regeln. 

Der WWF ist zu der Überzeugung gelangt, daß der lukrative Gorilla-Tourismus zum Schutz der letzten Berggorillas beiträgt. Ohne die täglichen Besuche bei den Gorillas mit zahlenden Gästen aus aller Welt wären die Berggorillas wahrscheinlich weit stärker dezimiert oder gar schon ausgerottet worden.

Man hat in Uganda und Ruanda gelernt, daß lebendige Berggorillas zu beobachten einfach mehr Geld einbringt als diese zu töten. Traurig, aber wahr: das liebe Geld hat aus den letzten überlebenden Berggorillas einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor gemacht. Die Berggorillas sind die Hauptattraktion beider Länder. Man muss ich nur die Stände von Uganda und Ruanda auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin anschauen - ohne die übergroßen Berggorilla-Fotos kommen diese nicht aus. Sie tragen also mit einer Uganda Reise tatsächlich aktiv zum Schutz der Berggorillas bei, sofern Sie sich dabei richtig verhalten.


Verhaltens-Regeln beim Gorilla-Trekking

Das wichtigste zuerst: Sie dürfen nicht krank sein, wenn Sie sich den Berggorillas nähern! Menschliche Krankheiten sind für die Gorillas lebensgefährlich, da sie keine Abwehrkräfte haben gegen diese für sie unbekannten Krankheiten. Selbst ein für uns harmloser Schnupfen kann sie dahinraffen. Deswegen verbergen Sie keine ansteckenden Krankheiten - es könnte die Tiere gefährden, denen Sie sich so ehrfurchtsvoll nähern wollen!

Hier folgt eine kurze Übersicht der wichtigsten Verhaltens-Massregeln bei einem Gorilla Trekking:

  • Sie  müssen bei einer Reise zu den Gorillas gesund sein, d.h. auch keine Erkältung bzw. Schnupfen haben.
  • Da Kinderkrankheiten extrem gefährlich sind für die Berggorillas, dürfen erst Jugendliche ab 15 Jahren am Gorilla Trekking teilnehmen.
  • Wenn Sie bei den Berggorillas husten oder niesen, wenden Sie sich dabei von den Tieren ab und bedecken sie Nase und Mund.
  • Sprechen Sie bitte leise und verhalten Sie sich möglichst ruhig.
  • Halten Sie einen Mindestabstand von 7 m.
  • Essen, Trinken und Rauchen ist in der Nähe der Gorillas nicht erlaubt.
  • Zeigen Sie nicht direkt auf die Gorillas mit dem Finger, einem Stock etc.
  • Schalten Sie das Blitzlicht an Ihrer Kamera dauerhaft aus. Es darf auf keinen Fall geblitzt werden!
  • Berühren Sie auf keinen Fall einen (herannahenden) Gorilla.
  • Beachten Sie die maximale Aufenthaltsdauer von 60 Minuten, die Ihnen ohnehin viel länger vorkommen werden.
              Ein Pdf mit Verhaltens-Regelns der Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e.V. finden Sie hier: www.berggorilla.de/index.php?id=933

Gorillas in Zoos

apenheulDie meisten Gorillas, die heutzutage in Zoologischen Gärten leben, sind bereits dort auf die Welt gekommen. Ihre Vorfahren stammen vorwiegend aus den riesigen Waldgebieten von Kamerun, Gabun und dem Kongo. Sämtliche in Zoos lebenden Gorillas gehören somit zur Population der weniger stark bedrohten Flachland-Gorillas.

Die Haltung der Gorillas in den Zoos hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte stark verbessert. Erheblich zum Verständnis haben dabei die Beobachtungen von Dian Fossey in freier Natur beigetragen. So muss es z.B. auch in einem Zoo gewährleistet sein, daß die einzelnen Tiere - vor allen Dingen die konkurrierenden Männchen - sich aus dem Weg gehen können. Optimal ist daher die Aufteilung eines Geheges in mehrere Räume, idealerweise mit Trennwänden innerhalb der einzelnen Räume.

baselVon Vorteil für die in Gefangenschaft lebenden Gorillas sind ebenso Kletterhilfen bzw. Lagerflächen über dem Erdboden, so daß sie sich auch einmal vom doch sehr öden Zoo-Alltag zurückziehen können.

Gorillas machen sich manchmal einen Spaß daraus die Besucher zu erschrecken. So hauen sie manchmal mit ihrer riesigen flachen Hand auf die Glasscheibe - wenn man direkt dahinter steht, kann einem schon mal dabei das Herz in die Hose rutschen.

Aus der Sicht des Artenschutzes ist die Haltung von Gorillas in Gefangenschaft nur dann gerechtfertigt, wenn ihnen bestmögliche Lebensbedingungen geboten werden.

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